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Donnerstag, 2. April 2026

Airbus SE: Q1-Rückgang erhöht das Risiko für die Prognose

Airbus hat im ersten Quartal voraussichtlich ~ 129 Flugzeuge ausgeliefert (mwb est.) und lag damit unter den bereits schwachen 136 Auslieferungen im Q1 2025 sowie klar unter dem Niveau, das erforderlich wäre, um die Jahresguidance von 870 Flugzeugen zu stützen.

Das entspricht einer Q1 Run Rate von lediglich 14,8 % des Gesamtjahres, verglichen mit 17,2 % im Vorjahr und einem Zehnjahresdurchschnitt von 18,6 %.

Die Lücke beträgt damit 240 Basispunkte beziehungsweise 380 Basispunkte.

Airbus müsste in den verbleibenden neun Monaten somit noch rund 741 Flugzeuge ausliefern, was vor dem aktuellen Ausgangspunkt zunehmend anspruchsvoll erscheint.

Dabei handelt es sich nicht um ein Nachfrageproblem, sondern um ein Umsetzungsproblem.

Lieferengpässe bei Triebwerken, insbesondere von Pratt & Whitney, begrenzen die Auslieferungen weiterhin und wurden bereits als anhaltend signalisiert.

Zwar hat Airbus in der Vergangenheit häufig auf ein starkes viertes Quartal gesetzt, um Rückstände aufzuholen, doch erscheint das derzeitige Defizit aus unserer Sicht zu groß, zumal es keine klare Lösung für den zentralen Engpass gibt.

Wir sehen daher eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass Airbus mit den Q1 Ergebnissen die Auslieferungsguidance senkt.

Entsprechend reduzieren wir unsere Auslieferungsschätzung für 2026 von 860 auf 840 Flugzeuge und senken zugleich unsere Annahmen für Umsatz und Marge.

HOLD, Kursziel auf EUR 170,00 gesenkt, zuvor EUR 173,00.

Die vollständige Analyse ist abrufbar unter https://research-hub.de/companies/airbus-se

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AB