
Bayer hat einen weiteren wichtigen juristischen Erfolg erzielt: Im ersten Roundup-Jury-Prozess seit dem Durnell-Urteil des US Supreme Court entschied die Jury einstimmig zugunsten von Monsanto.
Die Abweisung der Klagen wegen Konstruktionsfehlern (Design Defect), Betrugs und Fahrlässigkeit deutet darauf hin, dass es für Kläger zunehmend schwieriger werden könnte, mit alternativen Rechtstheorien erfolgreich zu sein, nachdem Failure-to-Warn-Klagen (Klagen wegen unterlassener Warnhinweise) weitgehend eingeschränkt wurden.
Wichtig ist, dass die drei Kläger nicht am geplanten Sammelvergleich teilnahmen, wodurch das Urteil besonders relevant für Bayers verbleibende Prozessrisiken ist.
Das Urteil schafft zwar keinen bindenden Präzedenzfall und löst auch nicht die rund 65.000 anhängigen US-Klagen.
Zudem steht der geplante Vergleich über 7,25 Mrd. USD weiterhin unter dem Vorbehalt der endgültigen gerichtlichen Genehmigung.
Dennoch dürfte das Ergebnis die Verhandlungsposition der Kläger schwächen und das Risiko weiterer negativer Prozessausgänge reduzieren.
Während die kurzfristigen Ergebnisauswirkungen vernachlässigbar sind, stärkt der verbesserte rechtliche Ausblick die Argumentation für eine schrittweise Neubewertung der Aktie, unterstützt durch die erwartete Erholung des Cashflows und den Rückgang der Verschuldung.
Im Vorfeld der Q3-Zahlen bestätigen wir unser BUY-Rating und unser Kursziel von 65,00 EUR.
Die vollständige Analyse ist abrufbar unter https://research-hub.de/companies/bayer-ag