Montag, 13. Juli 2026

Fraport AG: Die FY26-Ziele scheinen nach einem schwachen ersten Halbjahr bei den Passagierzahlen anfällig zu sein. VERKAUFEN bestätigt.

Die schwachen Verkehrszahlen von Fraport im Juni und im ersten Halbjahr verdeutlichen eine fragile Wachstumsdynamik im Inland.

Die Passagierzahlen in Frankfurt sind im Juni im Vergleich zum Vorjahr um 1,7 % und im ersten Halbjahr um 0,8 % gesunken, was auf Streiks bei Lufthansa, hohe Kerosinpreise und geopolitische Konflikte im Iran zurückzuführen ist.

Diese Stagnation kommt zu einem unglücklichen Zeitpunkt zur Eröffnung des neuen Terminals 3 im April, das mit Investitionen von 4 Mrd. EUR eine jährliche Passagierkapazität von 19 Mio. hinzufügt und die Fixkosten erheblich erhöht.

Während ein Anstieg der gesamten Passagierzahlen für die Gruppe um 1,0 % im ersten Halbjahr durch internationales Wachstum einen kleinen Puffer bot, ist die Leistung in diesem Bereich stark ungleichmäßig.

Folglich erscheinen die Ziele für das Geschäftsjahr 2026 zunehmend gefährdet.

CEO Stefan Schulte hat bereits die Passagierprognose für Frankfurt auf ein Nullwachstum für 2025 gesenkt, verglichen mit einer zuvor erwarteten Wachstumsrate von mindestens 2,8 %.

Das Management betrachtet die finanzielle Guidance für das Geschäftsjahr 2026 weiterhin als „erreichbar“, warnte jedoch auch, dass die Stagnation des margenstarken Inlandsverkehrs die finanzielle Performance dämpfen wird.

Wir reduzieren unsere Schätzungen für das Geschäftsjahr 2026 leicht und halten unser Kursziel von 62,00 EUR sowie die SELL-Empfehlung aufrecht.

Die vollständige Analyse ist abrufbar unter https://research-hub.de/companies/fraport-ag

Weitere Updates: 39

AB