
Der Markt bewertet Rheinmetall weiterhin als klaren Knappheitsgewinner im Munitionsbereich, doch diese Knappheit ist weniger gesichert, als es die aktuelle Bewertung impliziert.
Die Veränderung wurde vom Markt weitgehend übersehen, da die Genehmigung des Joint Ventures zwischen Nammo und Diehl durch das Bundeskartellamt von der Veröffentlichung der FY25-Zahlen überlagert wurde.
In unseren Schätzungen entfällt nahezu die Hälfte des EBIT im Jahr 2030 auf den Bereich Weapons & Ammunition, wobei rund ein Viertel des Konzern-EBIT allein mit 155mm-Artilleriemunition verbunden ist (mwb est) genau dem Segment, in dem Deutschland nun einen zweiten Anbieter ermöglicht.
Während Rheinmetall bis 2030 klar einen Skalenvorteil behalten dürfte, entwickelt sich dies zunehmend zu einem Terminal-Value-Thema für die Zeit danach, da Wettbewerb in den profitabelsten Ergebnisbereich des Konzerns eintritt.
Wie auch bei den Wettbewerbern sollte sich die Debatte daher von der kurzfristigen Wachstumsdynamik, die durch hohe Auftragsbestände gut abgesichert ist, hin zur Nachhaltigkeit von Margen und Cashflows über den aktuellen Aufrüstungszyklus hinaus verlagern.
Wir senken unser Kursziel auf 1.500 EUR (zuvor 1.700 EUR), um dem steigenden langfristigen Wettbewerbsdruck Rechnung zu tragen.
HALTEN.
Die vollständige Analyse ist abrufbar unter https://research-hub.de/companies/rheinmetall-ag